24. November 2004
BUND fordert Objektivität in der öffentlichen Diskussion
Der BUND Hamburg begrüßt den Beschluss des Kirchenvorstandes Neuenfelde, keine weiteren außergerichtlichen Gespräche mit Airbus und der Stadt zu führen. In der Sache sind keinerlei Zugeständnisse von seiten des Unternehmens zum eigentlichen Kernproblem "Start- und Landebahn" erkennbar gewesen.
"Es kann nicht sein, dass ein Verhandlungspartner seine Maximalforderung - und dies ist die Start- und Landebahnverlängerung um 589 Meter - als gesetzt ansieht und allenfalls über ein "was kommt danach" Gespräche anbietet" sagt Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.
Es ist gerichtlich bestätigt, dass der Bedarf für diese Start- und Landebahnverlängerung nicht ausreichend dargelegt werden konnte. Somit liegt kein Allgemeinwohl vor, auch wenn dies von seiten der Stadt und einiger Medien immer wieder behauptet wird. Äußerungen, dass ohne die Start- und Landebahnverlängerung gar 16.000 Arbeitsplätze und der Wirtschaftsstandort Deutschland bedroht seien, sind unsachlich und sprechen für die fehlende Objektivität in der öffentlichen Diskussion. Der Kirchenvorstand Neuenfelde hat in dieser Situation den Mut aufgebracht, abseits aller Hysterie die Belange des Gemeinwohls und des Rechtsstaates hochzuhalten.
Der BUND weist darauf hin, dass unabhängig von der Frage des Grundstücksverkaufs weiterhin Klagen der Naturschutzverbände und verschiedener Privatkläger anhängig sind und das gesamte Verfahren mit hoher Wahrscheinlichkeit von den Gerichten als rechtswidrig eingestuft wird.
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